Smarter Wohnen

31. Januar 2019

Für eesy-innovation entwickelt 3m5. eine App, die intelligente Sensoren im Haus steuert.

Wer Gebäudetechnik zentral steuern will, hat mittlerweile am deutschen Markt über 100 Systeme zur Auswahl – Tendenz steigend. Dennoch läuft die Produktentwicklung weiter, der Innovationsbedarf scheint hoch. Eine Entwicklung, die der Fachwelt in diesem Jahr positiv auffiel, war H2 Smart, ein System der Firma eesy-innovation aus Unterhaching bei München. Die App zum System hat 3m5. entwickelt. Sie steuert Sensoren, die verschiedene Funktionen in einem Gebäude haben können. So kontrollieren sie etwa, ob Fenster und Türen geschlossen oder offen sind, wie es um Temperatur und Luftqualität in den Räumen bestellt ist oder ob Bewegungen zu vermelden sind.

Das System H2 Smart wurde erstmals im vorigen Sommer auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin (IFA) präsentiert. Eine wichtige Adresse für Premieren dieser Art, wurde doch dort bereits 2016 ein Sonderausstellungsbereich zum Thema Smart Home geschaffen. Der Wettbewerb im Bereich Smart Home ist hart, konkurrierende Anwendungen stammen von Firmen wie Bosch oder innogy. Der Startschuss der Messe fiel am 31. August. Eesy-innovation gelang ein erfolgreicher Auftritt, die Fachpresse lobte das System für seine Anwenderfreundlichkeit und fürs Design, das mit einem Preis ausgezeichnet wurde.

Ein weiterer entscheidender Vorteil: "Wir haben die kleinsten Sensoren im gesamten Wettbewerbsumfeld«, erklärt Günther Hefner, Geschäftsführer von eesy-innovation. Expertenlob gab es auch dafür, dass das System technologisch offen ist, dass sich also andere Geräte integrieren lassen. Nun musste so schnell wie möglich die App in die Stores. "Die App sollte so einfach wie möglich funktionieren", betont Hefner. "Das ist wichtig, damit der Kunde mit dem Smartphone seine Haustechnik selbst steuern und überwachen kann." Nicht nur das: Er soll mithilfe der App und der Sensoren selbstständig in der Lage sein, die gewünschten
Funktionen ins System einzubinden und damit "smart" zu machen – zum Beispiel Fenster. Die kabellosen Sensoren erlauben es, dass sich Fenster auch nachträglich in die Haussteuerung integrieren lassen.

Die H2-Geräte haben einen langlebigen Akku und sind mit einem starken Klebestreifen versehen. Bei der App-Entwicklung kamen weitere Aufgabenstellungen für 3m5. hinzu, vor allem die Sprachsteuerung
über Alexa sollte möglich sein. Zentraler Aspekt bei einem Projekt wie diesem ist die Sicherheit, die durch Verschlüsselung und den Schutz der Daten erreicht werden musste. Die Sensoren kommunizieren
untereinander bis zum Gateway über Funk. Das wiederum ist direkt mit dem Internet verbunden und schickt Daten in die AWS Cloud. Von dort erhalten die Apps auf den Smartphones ihre Informationen darüber,
was im Gebäude alles los ist.

"Als Technologie haben wir uns bei der App für React Native entschieden", sagt Dominik Pretzsch, Entwickler bei 3m5. "Das verbindet unser Web-Application-Know-how in React mit nativer App-Entwicklung. Dabei wird die Anwendung nur einmal geschrieben und gleichzeitig als native Android- und iOS-App ausgegeben." React Native ist eine relativ junge Technologie, die ausschließlich zur App-Entwicklung dient. Eingesetzt wird sie unter anderem für die Apps von Facebook oder Netflix. Strategisch spannend sei auch der Einsatz der AWS Cloud gewesen. Die Amazon Web Services sind eine offene Plattform, über die Entwickler relativ
effizient Internet-of-Things-Anwendungen erstellen können. "Im Bereich AWS, dem größten Clouddienstleister weltweit, haben wir starke Kompetenzen", unterstreicht Pretzsch. "Das kam uns bei diesem Projekt zugute."

Autorin des Beitrags
Anne Schneider
anne.schneider@3m5.de
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