Near Field Communication – Teil 1

19. April 2011

In den vergangenen Wochen konnte man von vielen Anstrengungen lesen, Near Field Communication (NFC) für ein breites Publikum einzuführen.

Schauen wir uns NFC näher an. NFC ist ein Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über Strecken von maximal 10 Zentimetern. Near Field Communication verwendet dabei RFID-Chips. Der Unterschied zu RFID-Anwendungen ist, dass NFC eine Peer-to-Peer-Vernetzung ermöglicht, d. h. mehrere NFC-Geräte können flexibel miteinander kommunizieren (s. a. Wikipedia).

NFC soll Benutzern leicht Zugang zu bestimmten Services allein durch die räumliche Nähe von NFC-Geräten ermöglichen. Dadurch können die beiden Geräte miteinander interagieren.

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In den vergangenen Wochen konnte man von vielen Anstrengungen lesen, Near Field Communication (NFC) für ein breites Publikum einzuführen.

Schauen wir uns NFC näher an. NFC ist ein Übertragungsstandard zum kontaktlosen Austausch von Daten über Strecken von maximal 10 Zentimetern. Near Field Communication verwendet dabei RFID-Chips. Der Unterschied zu RFID-Anwendungen ist, dass NFC eine Peer-to-Peer-Vernetzung ermöglicht, d. h. mehrere NFC-Geräte können flexibel miteinander kommunizieren (s. a. Wikipedia Link). NFC soll Benutzern leicht Zugang zu bestimmten Services allein durch die räumliche Nähe von NFC-Geräten ermöglichen. Dadurch können die beiden Geräte miteinander interagieren.
Die Anwendungsmöglichkeiten können grob in 4 Kategorien unterteilt werden (Link):

Touch and Go: Tickets & Mobilität

In London nutzt das Nahverkehrsunternehmen „Transport for London” (TfL) NFC-Terminals. Der Fahrgast hält zu Beginn und am Ende einer Fahrt seine NFC-Karte an das Lesegerät, der Ticket-Preis wird automatisch abgebucht. Die Taxis in London bieten seit Februar 2011 das kontaktlose Bezahlen via NFC an.


Abbildung: NFC-Anwendung beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (Link)

Seit 2006 wird die NFC-Technik im Rhein-Main-Verkehrsverbund eingesetzt. Fahrkarten können via Handy elektronisch bezahlt, gespeichert und entwertet werden, indem das Handy kurz an das Terminal gehalten wird. An allen RMV-Bahnstationen sowie in Frankfurt und dem Main-Taunus-Kreis ist dieses möglich. Inzwischen wurde auch eine regionale Freizeitkarte (RMV-ErlebnisCard Hanau) in diesen Verbund integriert. Mit dieser Karte können Nutzer bestimmte Vergünstigungen bei lokalen Partnern wie dem regionalen Einzelhandel bekommen (Quelle RMV Link). In Österreich kann man ebenfalls mit NFC mobil unterwegs sein. Dabei ist auch möglich, an örtlichen Snack- und Getränkeautomaten ebenfalls bargeldlos via NFC zu bezahlen.


Abbildung: NFC-Anwendung Handy-Ticket

Somit wird aus einem Service für den öffentlichen Nahverkehr ein erweitertes Angebot für Bezahlvorgänge auf dem Bahnhof bis hin zum mobilen Einkaufen in der Region.


Touch and Confirm: Mobiles Bezahlen

In Japan sind NFC und mobiles Bezahlen Standard. Bereits 2004 meldete NTT DoCoMo den Verkauf des millionsten Bezahlhandys in Japan (Link). Der Erfolg des iPhones (ohne NFC) bisher machte den japanischen Provider Softbank erfinderisch. Aufgrund der Durchdringung von NFC versah man das iPhone mit speziellen Aufklebern, um die NFC-Funktionalität wenigstens an das iPhone „kleben“ zu können (Link).


Abbildung: Bezahlen via NFC (Bildquelle GSMA, Link)

In Großbritannien wollen bis Ende 2011 laut BBC (Link) 40.000 Händler, u. a. Tesco, Boots, National Trust, McDonald's und Pret a Manger, das Bezahlen per NFC-Handys ermöglichen. Edward Chandler, MasterCard, sagt: „We believe from a consumer's point of view it's very simple, it's very secure”. Orange und MasterCard planen, bis Juni ein NFC-fähiges Mobiltelefon in Großbritannien auf den Markt zu bringen. Visa und O2 wollen ebenfalls im Sommer 2011 nachziehen. Alle Beteiligten in UK sehen den Erfolg für ein mobiles Bezahlen in der notwendigen kritischen Masse von NFC-Handys im Markt (Quelle Link).

Auch Google plant, die NFC-Technik in Android-Handys für mobile Bezahlsysteme zu integrieren. Google hat MasterCard und den Finanzdienstleister Citigroup als relevante Partner für dieses Projekt gewonnen. Nutzer einer Debit- oder Kreditkarte von MasterCard oder der Citigroup können zukünftig über eine spezielle App ihr Kreditkartenkonto verwalten und direkt mit ihrem Smartphone via NFC bezahlen. Google plant auch, personalisierte Anzeigen auf den Smartphones bei den Händlern anzubieten. Dabei unterstützt Google die Durchdringung von NFC-Geräten und plant, NFC-Terminals von VeriFone zu kaufen, um diese in San Francisco und New York im örtlichen Einzelhandel aufstellen zu lassen (Quelle: Link).
Neben dem Profil des Nutzers hinsichtlich der Besuche von Websites können zukünftig auch die (Kauf-)Interaktionen mit dem jeweiligen Händler dazukommen. Damit würde sich aus dem Nutzerprofil ein Käuferprofil entwickeln. Es ist anzunehmen, dass Google die Protokollierung von Transaktionen so gestaltet, dass der Nutzer dieses auswählen bzw. ablehnen kann.
Für Olympia 2012 in London sollen alle Teilnehmer der Olymischen Spiele mit NFC-Handys ausgestattet werden. London wird zur NFC-Metropole und die Olympischen Spiele nächstes Jahr zum realen NFC-Anwendungsszenario.

 

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