Java Platform Micro Edition (Java ME)

Die Java Platform Micro Edition, früher auch Java Platform 2 Micro Edition (J2ME), ist eine Umsetzung der Programmiersprache Java für mobile bzw. eingebettete Systeme. Durch die plattformunabhängige JavaRuntime ist es möglich, Java-Programme auf mobilen Geräten auszuführen.

 

J2ME-Plattformarchitektur
J2ME-Plattformarchitektur

  

Einsatz:

Sichere Sprache gewünscht, keine Zeiger, eigene Speicherverwaltung
Ausnahmebehandlung Netzwerkzentrierung, dynamisches Klassen-Nachladen
Moderne, wiederverwendbare, objektorientierte Sprache

Probleme:
Mangelnde Echtzeitfähigkeit, proprietäre Anpassungen und Erweiterungen der VM-Hersteller (echtzeitfähige Thread-Scheduling, Garbace Collection, asynchrones Event-Handling …)

API-Erweiterungen durch Real Time Specification for Java (RTSJ):
Speicherverwaltung außerhalb des starren Standard-Java-Heaps, direkter physikalischer Speicherzugriff, Thread Scheduling in begrenzten Speicherbereichen, Synchronisationsmechanismen

Konfigurationen (minimaler Satz von vorhandenen API-Klassen, je nach Einsatzgebiet) und Profile (genaue Spezifikation für spezielle Geräteklassen mit dem Ziel, ein Java-Programm auf einem Profil auszuführen (z. B. Handy-Typ). Zu den Hauptkomponenten der J2ME-Platform gehören Connected Devide Configurations (CDC, TV-Set-top-Boxen), Connected Limited Device Configurations (CLDC, Mobiletelefone, PDAs), Mobile Information Device Profiles (MIDP) sowie viele andere Tools und Technologien für den Consumer- und Embedded-Gerätemarkt. Diese Anpassung der VM- und Core-API-Klassen hat zur Folge, dass die entwickelten Java-Programme nicht immer kompatibel zur Standardbibliothek J2SE sind. So unterstützen Anwendungen aus dem CLDC-Segment keine Floating-point-Operationen oder Reflections.

Einsatzgebiete
Automotive/Kfz-Technik
Consumer Electronics
Industrieroboter, CNC-Maschinen, Prozess- & Gebäudesteuerung
Medizintechnik
Java-Prozessoren (Komodo, Ajile aj100, JOP auf FPGAs, führen Java Bytecode aus)

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