Internet der Dinge – für den Hausgebrauch

29. August 2015

Internet der Dinge findet sich schon an vielen Stellen des alltäglichen Lebens wieder. Hardware, Betriebssysteme und Entwicklungsumgebungen stehen bereit, damit jeder ein eigenes „Internet of Things“ umsetzen kann.

Wenn heute ein Unternehmen Produkte herstellt und Kunden diese nutzen, kann genau die Vernetzung von dem Produkt zum Kunden und/oder Hersteller für eine dauerhafte technische Vernetzung zwischen Hersteller, Händler und Kunden sorgen.

Aus dieser technischen Vernetzung kann dann sehr leicht im digitalen Marketing eine Kundenbindung aufgebaut und nachhaltig gehalten werden.

Das Internet der Dinge ist der Katalysator für die Kundenbeziehung von morgen.

„Windows ohne Fenster“ – so könnte man das Windows 10 für „Internet of Things“ (IoT) beschreiben. Seit Kurzem gibt es eine spezielle Windows-Version für das „Internet der Dinge“; Windows 10 Iot Core ist eine einfache Version des Betriebssystems Windows 10, extra für IoT. So läuft Windows 10 IoT auf Raspberry Pi 2 oder Minnowboard Max. (Link) Diese sogenannten Einplatinencomputer kosten zwischen 50-100€ und man kann verschiedene Betriebssysteme wie Linux Yocto, Debian, Android oder auch entsprechend Windows 10 IoT nutzen.

Microsoft geht hier konsequent den Weg in Richtung IoT. So bietet Microsoft auf seiner Entwicklungsplattform ausführliche Hilfestellungen an, damit der „Hobbyentwickler“ mit dem Windows 10 IoT seine eigenen Programme für das Internet der Dinge selbst programmieren kann. Für die Programmierung steht das neue Visual Studio 2015 zur Verfügung.


Microsoft Internet of Things


Ideen für das Internet der Dinge aus der Crowd
Microsoft hat mit dem Launch von Windows 10 IoT einen Wettbewerb auf dem Portal hackster.io  gestartet. Hier können Entwickler bis zum 18.9. eigene Lösungen aus dem Bereich der Home Automation („Heimautomatisierung“) einreichen. Neben Reisen zur Maker Faire nach New York und Rom gibt es noch Geldpreise in Höhe von insgesamt $ 5.000.

 
Home Automation Content

Über 250 Projektideen mit Realisierungsanleitung sind schon eingereicht. Anhand der Anleitung kann sich jeder sein eigenes „Internet der Dinge“ nachbauen oder auch selbst kreieren. So kann man z.B. seine eigene internetbasierte Wetterstation bauen, die dann via WLAN die aktuellen Daten liefert.


Wetterstation


Intelligente Fahrräder
Ein anderes Beispiel zeigt sehr gut, wie Realität und digitale Services zusammenwachsen. Santa Cruz Bicycles stellt Fahrräder, primär Mountain-Bikes, her und entwickelt aus Sicht des Autors spannende Zukunftsideen.


Santa Cruz Bicycles

Für die Zukunft entwickelt der Fahrradhersteller eine permanente Kommunikation zwischen Fahrrad, Hersteller und Fahrer. So ist das das Fahrrad mit verschiedenen Sensoren ausgestattet. Diese Sensoren übermitteln über das Smartphone des Fahrers nicht nur die Fahrgeschwindigkeit und Fahrradeinstellungen, sondern auch den Fahrstil. Diese Daten werden dann von Santa Cruz Bicycles ausgewertet und der Fahrer bekommt dann auf das Display seines Smartphones Hinweise, wie er den Fahrstil ändern muss, um besser den Berg zu erklimmen bzw. dass die Räder beim Anstieg nicht durchdrehen. (Link)

Auf einer Konferenz zu IoT des amerikanischen Softwareentwicklers PTC wurden diese Einsatzmöglichkeiten und daraus aufbauend die Verknüpfung zu Augmented Reality demonstriert.


Intelligente Fahrräder von Santa Cruz Bicycles


Internet der Dinge in der Landwirtschaft
Wenn man in den Bereich Internet der Dinge eintaucht, merkt man schnell, dass überall das Internet Einzug hält und schon Lösungen bereithält.
Eine Aufgabe in der Landwirtschaft besteht beispielsweise darin, den optimalen Zeitpunkt der Besamung von Kühen zu bestimmen. Gewöhnlich werden Kühe unruhig, dieses kann der Bauer durch Zuschauen erkennen und hat dann ~12h Zeit, die Kuh zu besamen, damit diese trächtig wird.
HalthyCow24 ist ein Anwendungssystem des israelischen Unternehmens SCR Dairy, welches Prozesse in der Landwirtschaft optimiert. So bekommt jede Kuh ein Halsband mit Bewegungsmelder, die die Bewegungen der Kuh aufzeichnen und automatisch den Bauer informieren, wenn eine Kuh brünstig ist.


HealthyCow24

So spart der Landwirt 20-30 Minuten pro Tag. Das sind mind. 120h pro Jahr, die ein Bauer alleine hierfür einspart. (Link)


Handlungsempfehlung
Internet der Dinge findet sich schon an vielen Stellen des alltäglichen Lebens wieder. Hardware, Betriebssysteme und Entwicklungsumgebungen stehen bereit, damit jeder ein eigenes „Internet of Things“ umsetzen kann.
Wenn heute ein Unternehmen Produkte herstellt und Kunden diese nutzen, kann genau die Vernetzung von dem Produkt zum Kunden und/oder Hersteller für eine dauerhafte technische Vernetzung zwischen Hersteller, Händler und Kunden sorgen.
Aus dieser technischen Vernetzung kann dann sehr leicht im digitalen Marketing eine Kundenbindung aufgebaut und nachhaltig gehalten werden.

Das Internet der Dinge ist der Katalysator für die Kundenbeziehung von morgen.
 

Tags zum Artikel
Die meistgelesenen Artikel bei 3m5.
Diese Webseite nutzt Cookies, um sicherzustellen, dass Sie bei der Nutzung die bestmögliche Erfahrung machen. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie in der Datenschutzerklärung.
Ablehnen Cookies zulassen