Interaktive Spiegel – der Weg ins Wunderland

11. Februar 2016

Interaktive Spiegel können heute genau passend für den Betrachter Informationen bereitstellen.

Es liegt auf der Hand, dass Badmöbel-Hersteller in Kürze erste Produkte auf den Markt bringen werden und so mit interaktiven Spiegeln als Produktinnovation im Bad aufwarten können.

Aber gerade im stationären Einzelhandel sind solche Spiegel ein innovatives Beratungsinstrument und verbindet die stationäre Handelswelt mit den Möglichkeiten des Online-Handels.

So können ganz neue Möglichkeiten und Mehrwerte zum Kunden geschaffen werden, eine „neue Welt entsteht“, ähnlich wie bei „Alice im Wunderland“.

Tagtäglich nutzen wir Spiegel zu Hause, im Auto oder beim Einkaufen von Kleidung. Seit einigen Jahren gibt es Ansätze, um mit Spiegeln zusätzliche Services und Informationen anzubieten.
Interaktive Spiegel sind das Tor vom Stationären ins Digitale – ähnlich wie der Spiegel bei „Alice im Wunderland“.


Spiegel & Mode
Eine relativ einfache technische Innovation ist eine Foto- oder Video-Aufnahme der Person vor dem Spiegel, wie bei der Anprobe von Kleidung. Diese Aufnahme steht dann bei den nachfolgenden Anproben als direkter Vergleich zur Verfügung. So kann die Kundin direkt sehen, wie beide Kleidungsstücke im Vergleich zueinander aussehen.


Kleidungsstücke im Vergleich

2010 zeigte Diesel mit der Diesel Cam, wie aus einer Umkleidekabine eine interaktive Anprobe mit Freunden auf Facebook aussehen kann. So konnten Kunden direkt neben der Umkleidekabine ein Foto von sich machen und auf Facebook posten. In dem Moment hatten die Freunde die Möglichkeit, live zur Anprobe das Outfit zu kommentieren. (Link)


Diesel Cam

So gibt es mittlerweile viele Produkte, die eine virtuelle Anprobe ermöglichen. Das System erkennt automatisch Geschlecht und Konfektionsgröße, außerdem wird das Alter geschätzt. So kann der Kunde auch virtuell beraten werden, welche Kleidung zu ihm passt.
Zudem erkennt der Spiegel, auch „Connected Wall“ genannt, via RFID die in dem Raum verfügbaren Kleidungsstücke, um so eine direkte Verfügbarkeit vor Ort anzeigen zu können. (Link)


Connected Wall im Flagship-Store von Rebecca Minkoff


Spiegel als Personal Trainer
In Fitness Studios trainiert jeder für sich. Der „SmartSpot“ analysiert genau die Übungen und gibt Feedback zur richtigen Ausführung. Die Wiederholungen werden auch dabei angezeigt, so können auch gleich Trainingshinweise gegeben werden. Die Kosten für dieses System inkl. Software liegen bei ~$5.000, dieses entspricht 9-10 Mitgliedsjahresbeiträge bei einem Fitness-Studio.


Smartspot
Dieser virtuelle Personal Trainer zeigt die Verknüpfung zwischen dem Training und einer späteren möglichen Auswertung bzw. dem Führen eines Trainingstagebuchs.



Tür für Alles - Alice im Wunderland
Anwendungsbereiche wie im Bereich Mode und Sport liegen auf der Hand. Gerade im Alltäglichen gibt es viele Anwendungsbereiche. So werden heute schon Informationen zu Verkehrsinformationen in Autospiegel eingeblendet.
An der Purdue University wurde eine Idee aus einem Hackathon-Wettbewerb prototypisch umgesetzt. Dabei wird der Betrachter über Gesichtserkennung von dem sogenannten MirrorMirror erkannt und zeigt die Uhrzeit, Wetterinformationen, Informationen zu Verkehr und ÖPNV und speziell für den Betrachter relevante Termine. (Link)


Interaktiver Spiegel
Damit blendet der Spiegel automatisch nur für die Person entsprechende Informationen ein. Der Spiegel wird personalisiert und ist ein virtueller Assistent.


Do it yourself

Die Technologie ist da und kann von jedem benutzt werden. So baute Michael Teeux mit einem LCD-Monitor, einen halbdurchlässigen Spiegel (auch Polizeispiegel genannt) und einem Raspberry Pi eine Anwendung, mit der jegliche Art von Informationen auf einem Spiegel präsentiert werden können.


DYI-Mirror
Die Anleitung und die Open Source - Software steht für jeden bereit. Die Kosten für die Hardware betragen ~200€. (Link)


Handlungsempfehlung
Interaktive Spiegel können heute genau passend für den Betrachter Informationen bereitstellen.
Es liegt auf der Hand, dass Badmöbel-Hersteller in Kürze erste Produkte auf den Markt bringen werden und so mit interaktiven Spiegeln als Produktinnovation im Bad aufwarten können.
Aber gerade im stationären Einzelhandel sind solche Spiegel ein innovatives Beratungsinstrument und verbindet die stationäre Handelswelt mit den Möglichkeiten des Online-Handels.
So können ganz neue Möglichkeiten und Mehrwerte zum Kunden geschaffen werden, eine „neue Welt entsteht“, ähnlich wie bei „Alice im Wunderland“.

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