Facebook in 2013 – 2014 ist der Kunde der Bestimmer

29. Dezember 2013

Was sollte alles im Bereich Technologie und Marketing angegangen werden? Hier eine Liste nicht mit Vorsätzen, sondern „things to do“ in 2014.

“Let's get this show on the road.” Prosit 2014.

Es ist Usus, am Ende eines Jahres die letzten Monate Revue passieren zu lassen. 2013 war das chinesische Jahr der Wasserschlange. Die Wasserschlange gilt in China als herausragend klug, logisch denkend und kreativ. Sie gilt aber auch als undurchsichtig und listig. Sie ist somit ein Wesen, das nach Außen etwas anderes zeigt, als was sie im Inneren verbirgt. (Link)


Wasserschlange (Quelle)


2013 war Social Media und Facebook
Ein dominierendes Thema 2013 war ohne Frage Social Media und Facebook. Wir haben in unserem Blog die Entwicklung und Potenziale auch stets begleitet. Social Media wird immer mehr zur Kommunikationsbasis zwischen Nutzern.
Im Sinne der chinesischen Schlange steckt in Social Media weit mehr Potenzial als nur Kommunikation zwischen Konsumenten.
So zeigten wir in unserem Blogbeitrag im Mai, wie Social Media im Smart Metering bzw. Home – Bereich eingesetzt werden kann.


Greenpocket 
So wird Social Media zusammen mit realen Anwendungen zum Katalysator für Gamification-Anwendungen in der realen und virtuellen Welt.


Open Graph
Eine zweite aus unserer Sicht sehr wichtige Neuerung für Facebook und damit verbundenen Anwendungsmöglichkeiten ist der Open Graph. Die Potenziale des Open Graph werden bei vielen Unternehmen noch nicht vollständig genutzt.
Durch dieses Werkzeug ist es möglich, die werbliche Ansprache von Nutzern von definierten (Inter)Aktionen abhängig zu machen. So können u.a. Sponsored Stories auf Basis einer eigenen Open Graph-Anwendung umgesetzt werden.


Open Graph und Sponsored Stories

Ein Beispiel verdeutlicht dieses: Ein Nutzer hört ein bestimmtes Musikstück, z. B. ein Song aus der Werbung eines Unternehmens. Genau hier könnte dann das Unternehmen diese Aktivität nutzen, um werblich passend zur Situation und Kontext aktiv zu werden. Damit würde die Werbewirkung des Songs unterstützt bzw. der Nutzer, der das Lied hört, könnte – wenn er es Facebook erlaubt hat – im Rahmen einer Sponsored Story integriert werden.
Definitiv werden die Möglichkeiten von Facebook in 2014 zunehmend genutzt. Gerade der Open Graph ist bei der Zielgruppenidentifikation und –ansprache ein wunderbares Tool.

Und nun unser Ausblick 2014
Ab dem 31.1.2014 beginnt das chinesische Jahr des Holz-Pferdes. Das Pferd steht in China für Freiheit und Lebenslust, ist stets freundlich und beliebt, aber auch ungeduldig. Das Jahr des Holz-Pferdes ist geprägt von einem kaum zu bremsenden Tatendrang. Kurz um: Alles was sinnvoll ist, sollte in diesem Jahr angegangen werden.


Holzpferd (Quelle)


Was sollte alles im Bereich Technologie und Marketing angegangen werden? Hier eine Liste nicht mit Vorsätzen, sondern „things to do“ in 2014 (gerne sei in dem Zusammenhang die Selbstorganisationsmethode Getting Things Done genannt).

1. Zielgruppen besser beschreiben und ansprechen
Zielgruppen werden häufig nur rudimentär beschrieben. Je genauer Werbetreibende ihre Zielgruppe kennen, umso treffender können zum einen Kampagnen konzipiert und zum anderen können die Zielgruppen genau im passenden Umfeld angesprochen werden. In dem Zusammenhang ist auch der (noch) anhaltende Shift zur Nutzung von digitalen bzw. mobilen Medien zu beachten. In gewisser Hinsicht ist es einfach: Die Wege, die der Kunde geht, geht auch das Unternehmen.

2. Mobil ist Standard
Das Stationäre ist ein Sonderfall des Mobilen.
In Deutschland nutzen 40% der Bevölkerung das mobile Internet, das entspricht einer Steigerung zum Vorjahr (2012: 27%) um 48%.
Zu empfehlen ist hier die Studie der Initiative D21 „Mobile Internetnutzung. Entwicklungsschub für die digitale Gesellschaft!“.
Die G+J Mobile 360 Grad Studie hat sehr gut den aktuellen Status der mobilen Nutzung anhand verschiedener Quellen zusammengefasst.
Es liegt auf der Hand, dass Nutzer aktuelle und lokale Informationen mobil nachfragen. 68% der Nutzer suchen aber auch Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Dieses stellt neben der Erkennung eines Bedarfs den nächsten Schritt eines Kaufentscheidungsprozesses dar.



Der Kaufprozess beginnt dort, wo es der Kunde möchte. Somit ist nicht Print, TV oder Outdoor passé, sondern der mobile Kanal wird zunehmend wichtiger. Präsenz im mobilen Kanal ist keine Option sondern eine Notwendigkeit für heutige Kommunikation und Handel.


3. Neue Bezahlmöglichkeiten
NFC kommt – kommt endlich in Deutschland an. Die Entwicklung hierzu hatten wir erst neulich thematisiert.
Heute hier gilt, der Kunde bestimmt die Bezahlmöglichkeiten. Bezahlen auf Rechnung, Paypal oder Softüberweisung sind mittlerweile Standard beim Bezahlen. NFC als Bezahlmöglichkeit im lokalen Handel wird sukzessive an Bedeutung gewinnen und sich als normale Bezahlform etablieren.
Eine Vielzahl an Bezahlmöglichkeiten ist Pflicht. Es gibt aus Kundensicht keinen Grund, bestimmte Bezahlmöglichkeiten auszuschließen. Es erinnert etwas, bis sich die Kreditkartenzahlung durchgesetzt hatte. Die Dynamik im E-Commerce wird die Leichtigkeit mittels NFC im stationären Handel beflügeln. NFC wird 2014 zur Pflicht im und für den Handel werden.
Momentan gibt es grob 90 Handys/Smartphones, die NFC-fähig sind.

 
Recherche nach NFC-fähigen Smartphones


4. Einheit statt Konvergenz - Storytelling
Medien entwickeln sich nebeneinander und verknüpfen sich immer mehr ineinander. Man spricht hier gerne von Medienkonvergenz, d.h. die Annäherung der Einzelmedien. Der Autor dieses Beitrags behauptet nun in diesem Zusammenhang: „Konvergenz ist nicht mehr das Thema, es sind nicht mehr die Einzelmedien, sondern die Einheit von Medien.“
Auch wiederum wird vom Kunden aus gedacht. Der Kunde denkt nicht in Einzelmedien, dieser nutzt Medien parallel und nacheinander. Im Gesamtbild ergibt sich ein Medium für den Nutzer. Die Aufgabe von Unternehmen wird sein, durchgängig in allen Medien mit einer Botschaft und einem Storytelling präsent zu sein.
Anfang Dezember gründete die Bild-Zeitung hierfür ein eigenes Storytelling-Ressort. (Link) Es bleibt abzuwarten, wie dieses Storytelling umgesetzt wird. Storytelling ist nicht nur die Kompetenz von Journalismus und Programmierung zu vereinigen, sondern die Aufgabe liegt in der Beherrschung sämtlicher Medien und deren Instrumente.

Wir lernen nicht durch die Vermittlung von Wissen. Um Wissen zu verarbeiten, muss das Wissen in Form von Geschichten vermittelt werden. In der Neurobiologie werden unterschiedliche Aspekte des Lernens thematisiert. Wichtig dabei ist das Lernen mittels Geschichten, anderer Personen und durch eine Emotionalisierung. (Link)
Werbung muss den Aspekten des Lernens folgen. Werbung ist nicht ein Lernen mittels Nürnberger Trichter, sondern viel mehr eine relevante Geschichte im Umfeld des Konsumenten mit der Intention der Partizipation seitens der Nutzer zu platzieren.

Eine aus Sicht des Autors sehr gelungene Kampagne ist die Kampagne von SwissLife von diesem Jahr. Die Kernbotschaft von SwissLife spiegelt sich in sogenannten Wendesätzen wider.


Storytelling mit Wendesätze von SwissLife

Zusätzlich hat SwissLife die Nutzer angehalten, selbst Wendesätze zu bilden. Auf einem solchen Weg wird nicht nur die Werbebotschaft vermittelt, sondern der Nutzer kreiert proaktiv selbst Botschaften.


Storytelling SwissLife

So geht Storytelling. Authentisch, emotional angehauchte Geschichten, die einfach die Werbebotschaft transportieren.



Appell
Diesmal keine Zusammenfassung, sondern im Sinne des chinesischen Holz-Pferdes ein Appell die 4 oben dargestellten Aufgaben anzugehen: Sie sind allesamt sinnvoll und umsetzbar.

“Let's get this show on the road.”
Prosit 2014.

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