E-Commerce – so attraktiv wie noch nie

11. Juli 2016

Internet und E-Commerce sind allgegenwärtig. Die Infrastruktur für mobiles Internet und die Nutzung wächst. Mobiles Einkaufen nimmt somit zu. Die Einkaufssituation ist aber eine andere wie beim Online-Shopping mit einem Laptop.

Zukünftig muss es wichtig sein, die mobile Situation des Kunden zu kennen und das Angebot und die mobile Version darauf auszurichten.

Die Botschaft von „Mobile First“ ist nicht neu, erlangt aber vor dem Hintergrund des mobilen E-Commerce eine neue Bedeutung.

E-Commerce wächst permanent. In unserem Blog geben wir einen aktuellen Überblick über die Bedeutung E-Commerce in Deutschland und welche Branchen am meisten hier profitieren.

Digitales Deutschland
In Deutschland waren Ende 2015 77,6% online. Besonders online-affin sind neben den Jugendlichen die Gruppe der 20-29 Jährigen, die über 98% online sind. (s. Studie D21-Digital-Index)
Je mehr Personen in einem Haushalt leben, je höher das Haushaltsnettoeinkommen ist, umso höher ist der Anteil der Onliner.


Internetnutzung nach Bundesländern (Studie D21-Digital-Index)

Insgesamt ist der Anteil der Internetnutzer in 2015 lediglich um 0,8 Prozentpunkte gestiegen, während an unserem Standort Bayern 0,7 Prozentpunkte zu verzeichnen war, stagnierte der Anteil der Onliner in Sachsen. Auffällig ist, dass die Stadtstaaten und Ballungsräume die Regionen mit der größten Online-Affinität sind.
Die Online-Nutzung wird auch in Zukunft nur moderat ansteigen. In erster Linie wird die zunehmende Internetnutzung durch die jüngeren Onliner getrieben.

Spannend sind dabei die Entwicklungen und die Aussagen zur mobilen Internetnutzung (Studie D21-Digital-Index):

 

  • 54% der Internetnutzer nutzen das Netz auch mobil.
  • Bei den 20-29 Jährigen beträgt diese Quote sogar über 85%.
  • Die mobile Nutzung steigt proportional mit der Wohnortgröße und dem Haushaltseinkommen.



E-Commerce ist in Deutschland zu Hause
Deutschland gehört nach dem Retail E-Commerce Index von A.T. Kearney zu den TOP 5 attraktivsten E-Commerce-Märkten nach den USA; China, UK und Japan weltweit.


A.T. Kearney Global Retail E-Commerce Index 2015

Gerade die Bereitschaft der deutschen Online-Käufer, neue Technologien auszuprobieren, und der flächendeckende Anteil an Onlinern sorgen in dieser Studie für eine hohe Bewertung beim Kundenverhalten in puncto E-Commerce (Kriterium Consumer Behavior).
Für B2C und B2B bedeutet dieses in Deutschland konkret folgendes. Inzwischen werden ~ 42 Mrd. € im Segment B2C über Online-Kanäle vertrieben. Wobei in einzelnen Branchen, wie Spielwaren, Sportartikel und Bürobedarf erkennbar ist, dass die Verlagerung der Kaufprozesse von Offline zu Online stagniert. (HDE, Handel Digital).


B2C-E-Commerce-Umsatz in Deutschland

Zu dem Gesamtvolumen im B2B-Segment in Deutschland ist nur eine Zahl für das Jahr 2012 zu finden. Mit insgesamt 870 Mrd. € wird hier der Umsatz für B2B-Transaktionen über digitale Kanäle angegeben. (Handelsblatt Nr. 19, 20.02.2013, S. 18) Wenn wir davon ausgehen, dass sich das Verhältnis zwischen B2C- und B2B-E-Commerce grob bei dem gleichen Faktor (1:27) fortgesetzt hat, kann ein gesamtes digitales B2B-Handelsvolumen von 1.126 Mrd. € für das Jahr 2015 angenommen werden.

Eine aktuelle Befragung bei B2B-Unternehmen zeigt durchweg eine Steigerung der Online-Einkäufe in den letzten Jahren. Bemerkenswert bei dieser Studie ist, dass 73% mit einem weiteren Anstieg der Bedeutung des digitalen Verkaufskanals bis 2020 kalkulieren. (Link)


Die Warengruppen passen …
In Deutschland führen die folgenden Warengruppen das E-Commerce-Ranking an (Studie BEVH):

 

  • Bekleidung, 2.784 Mio. €
  • Elektronik / Telekommunikation, 2.117 Mio. €
  • Bücher / eBooks, 907 Mio. €
  • Computer / Software, 890 Mio. €
  • Möbel, Leuchten, Dekoration, 869 Mio. €


Interessant ist auch ein Blick auf andere Länder, um zu sehen, welche Branchen und Warengruppen wie in den einzelnen Ländern nachgefragt werden. In China und Indien wurden in allen Warengruppen mind. 1x in den letzten 3 Monaten online Produkte gekauft, gerade auch Lebensmittel, Haushaltsartikel und Spielwaren. In Deutschland haben 90% in den letzten 3 Monaten mindestens einen Elektronik-Artikel online gekauft.


A.T. Kearney Global Retail E-Commerce Index 2015

Entscheidend ist letztendlich die Conversion-Rate für die einzelnen Shops und Produkte. In Deutschland liegt die durchschnittliche Conversion-Rate bei 2,5-3,0% (je nach Studie). (Link)

Eine Studie von shopanbieter.de hat die Konversionsraten bei verschiedenen Online-Shops verglichen. So wurden mehr als 300 Konversionsraten bei ~20 Mio. Visits von verschiedenen Shops verglichen. Dieses ist nicht repräsentativ für alle Fragestellungen, gibt aber Hinweise auf bestimmte Trends.


Trendreport E-Commerce

Interessant ist, dass gerade Mail als Marketingkanal einen sehr positiven Einfluss auf die Conversion-Rate hat. Display-Werbung dagegen wirkt kaum.

Auch wurden die Konversionsraten in Abhängigkeit zu den verwendeten Endgeräten untersucht.

 
Trendreport E-Commerce

Die mobile Internetnutzung und damit der mobile E-Commerce ist mit 30% ein relevanter digitaler Verkaufskanal. Auf der anderen Seite ist die Performance der Conversion-Rate hier eher unterdurchschnittlich.
Nun müssten für eine genaue Analyse die genauen Gründe und die betroffenen Produkte untersucht werden. Anzunehmen ist, dass eine mobile Nutzung nicht nur ein responsives Design sondern auch den Kontext – die Rahmenbedingungen – der mobilen Situation berücksichtigen muss.


Handlungsempfehlung
Internet und E-Commerce sind allgegenwärtig. Die Infrastruktur für mobiles Internet und die Nutzung wächst. Mobiles Einkaufen nimmt somit zu. Die Einkaufssituation ist aber eine andere wie beim Online-Shopping mit einem Laptop.
Zukünftig muss es wichtig sein, die mobile Situation des Kunden zu kennen und das Angebot und die mobile Version darauf auszurichten.
Die Botschaft von „Mobile First“ ist nicht neu, erlangt aber vor dem Hintergrund des mobilen E-Commerce eine neue Bedeutung.


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