Der Newsletter – Innovationen und Ausblick

22. August 2011

Newsletter gibt es Unzählige. Über Innovationen im Newsletter-Bereich liest man wenig. Es scheint, als würde der Newsletter als Marketinginstrument so etabliert sein, dass technische Innovationen gar nicht wahrgenommen werden. Es gibt aber auch hier einige interessante Neuerungen.

Newsletter gibt es Unzählige. Als Nutzer abonniert man einige Newsletter für berufliche und private Zwecke. So könnte ich hier den Newsletter von Adzine (Link) für Digitales Marketing empfehlen oder den von Triathlon.de.

Über Innovationen im Newsletter-Bereich liest man wenig. Es scheint, als würde der Newsletter als Marketinginstrument so etabliert sein, dass technische Innovationen gar nicht wahrgenommen werden. Es gibt aber auch hier einige interessante Neuerungen.

Empfohlene News
Curation, die Empfehlung von Inhalten, ist ein Kern von Social Media. In sozialen Netzen empfiehlt der Einzelne allen oder selektiv bestimmte Inhalte. Daraus entsteht ein Wissen mit dem „besten“ Inhalt. Ein Beispiel ist der MTV Music Meter, bei dem aus Empfehlungen eine eigene Chartliste entsteht.

Ein Informationsnewsletter beinhaltet per se ja empfohlene Inhalte. Für alle, die tagsüber keine Zeit haben, die Neuigkeiten zu verfolgen, gibt es unter TimeToSignOff einen Newsletter mit relevanten News, die man möglicherweise während der Arbeitszeit verpasst hat.



 
Abbildung: Website www.timetosignoff.com

Außerdem werden die Nutzer darüber informiert, welche Veranstaltungen am nächsten Tag stattfinden. „In Case You Can’t Sleep“ gibt die „letzte Mail des Tages“ Empfehlungen für Nachtlektüren, Filme, Bars und Clubs.

Premium-Inhalte
Aus den empfohlenen Inhalten können leicht Premium-Inhalte werden. Der Newsletter rangiert dann zu einem Paid-Content-Modell wie bei Zeitungen. So wollten schon einige Zeitungen schon Newsletter als Paid-Content vertreiben.

Blogger refinanzieren sich teilweise über Einnahmen eines Blogmarketings. Ein Newsletter als Push-Kanal könnte ergänzend zum Blog die Leser informieren, eine Option zu RSS-Feeds sein und zum anderen auch die Reichweite im Rahmen eines Blog-Marketings erhöhen.

Temporarily Opt Out
Urlaubszeit, die E-Mails werden weniger, die Anzahl der Newsletter bleibt. Nach etwas Recherche und Newsletteranmeldungen und -abmeldungen habe ich spontan keinen Dienst gefunden, bei dem sich der Nutzer für einen bestimmten Zeitraum von einem Newsletter abmelden kann. Bei der Post kann man die Post während der Urlaubszeit lagern oder nachsenden lassen. Bei Newsletter gibt es noch keinen „Temporarily Opt Out“-service. Ein Test wäre es wert, ob die Newsletterempfänger einen solchen Urlaubsdienst nutzen würden. So würde aus manchen Opt Out sicherlich ein Temporarily Opt Out.

Geo Location
Newsletter-Anbieter können zunehmend die E-Mails personalisieren. Die Links in jeder Mail sind einem Nutzer zugeordnet, sobald der Nutzer klickt, wird die IP-Adresse des Nutzers ermittelt. So können die Newsletterempfänger geografisch verortet werden. Werbetreibende können dieses nutzen, um zielgruppenspezifische und relevante Inhalte und Werbebotschaften zu versenden.

 

MailChimp, ein Newsletter-Dienstleister, bietet solche Geo Location Services an (Link).

 
Abbildung: Newsletterplanung in MailChimp mit Geo Location

Öffentliche Daten
Denkbar ist neben der Geo Location auch die Nutzung von öffentlichen Daten zur Steigerung der Effektivität des Newsletters oder auch allgemein von Mails. Bei Sonnenwetter in einer Region werden die Nutzer eher draußen sein als bei Regenwetter. Bei einer medienwirksamen Nachrichtenlage, wie z. B. bestimmte Nachrichten vom Aktienmarkt, werden wahrscheinlich eher Newsletter mit aktuellen Verkaufsangeboten weniger wahrgenommen.
Diese Daten sind öffentlich und können auf einfache Weise die Effektivität und auch die Effizienz von Mailings erhöhen.

Teilen von Newsletter – that`s social
Mailingempfänger können direkt im Newsletter auf einen Social Sharing Button klicken und die Inhalte innerhalb ihrer sozialen Netze wie Facebook, Twitter etc. empfehlen und verteilen. So können die Inhalte aus Mailings leicht mit Freunden geteilt werden.

Dieses wird z. B. von Mailingwork, ein Newsletter-Dienstleister, zusammen mit Spreadly (Social Sharing Button) angeboten.

So gewinnt der Newsletter eine integrierte Social Media Komponente und trägt als Push-Medium zur Verbreitung der Inhalte innerhalb der Pull-Medien bei.
Der Newsletter ist etabliert. Es gibt in diesem Bereich einige (versteckte) Innovationen. Interessant wird die Verbindung des Newsletters mit Social Media und einer zunehmenden Individualisierung unter Berücksichtigung des Kontextes des jeweiligen Nutzers.
 

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