Der (Facebook-)Atlas für die Unternehmen - Individuelle Touchpoints

29. Oktober 2014

Facebook hat aus Sicht des Autors eine Technologie, die die Spezifika von Facebook (Always on/in Facebook) nutzt und den Werbetreibenden zur Verfügung stellt. Der Werbetreibende kann so ganz spezifisch und im passenden Kontext Werbung schalten.

Beispiele:

Erst wenn der Nutzer mit seinem Smartphone auf einer Einkaufsmeile unterwegs ist, wird Werbung für lokale Geschäfte geschaltet oder wenn die Person via Tablet auf Facebook eingeloggt ist, kommen eher entsprechende Angebote im E-Commerce-Kanal.

Mit Facebook Offer bietet zudem Facebook neben normalen Werbeanzeigen ein direktes Instrument, um Besucher- und Käuferströme zu lenken.

Die Technologie der Cookies gehört der Vergangenheit an und nutzt nicht die Vorteile einer permanenten Vernetzung und Präsenz in den sozialen Medien.

Facebook`s Weg mit Atlas geht einen anderen Weg und nutzt genau diese allgegenwärtige Präsenz in den sozialen Medien.

Mit diesem Technologieansatz ist ein individuelles Nutzertracking und entsprechende persönliche und individualisierte Nutzeransprache möglich.

Atlas ist der Weg zum crossmedialen 1-to-1 Marketing.

In den letzten Tagen stellte Facebook einen neuen technologischen Ansatz für ein umfassendes Werbenetzwerk vor: Atlas
Ende Februar 2013 kaufte Facebook von Microsoft die Atlas Ad-Server-Technologie (Link) und zeigt nun 1,5 Jahre später, wie diese Technologie eine neue Qualität in das Ad Management bringt.


Atlas – Synonym für Alles
Facebook hat recht selbstbewusst diesen Namen beibehalten, der alles umfasst und kartographiert: der Atlas


Weltkarte des Theatrum Orbis Terrarum von 1570 (Link)

Ein anderer Vergleich trifft Facebook`s Vorstoß vielleicht etwas besser. Atlas ist der 1. Halswirbel, der den Kopf trägt und ist das zentrale Element, damit der Kopf sich bewegen kann.


Atlas - 1. Halswirbel

Cookies mag niemand
Um einen Nutzer über mehrere Websites zu folgen und damit zu wissen, für welche Themen und Produkte er sich interessiert, werden gerne Cookies verwendet. Alleine auf rtl.de werden 10 Tracker bzw. Cookies angelegt, um die Aktivitäten des Nutzers zu monitoren. Auf bild.de sind es sogar 11 Tracker.


       
Ergebnis mittels Ghostery

Diese gewissermaßen Überwachung der Nutzeraktivitäten führt dazu, dass Nutzer eher kritisch zu Cookies und Tracker eingestellt sind. So werden häufig Cookies am Ende des Surfens gelöscht, so dass eine Bruchstelle in dem Nachverfolgen der Interessen der Nutzer entsteht.
Nur ~21% der Internetnutzer geben an, dass sie Cookies nicht löschen oder unterdrücken. 70% (~27 Mio. Personen) hingegen löschen bzw. unterdrücken Cookies.
 


Akzeptanz Cookies (Link)

Trotz dieser vorherrschenden Reaktanz von Cookies werden diese weiterhin im Bereich des Werbetrackings und Werbeplanung auf Websites eingesetzt. Dieses liegt sicherlich an geeigneten Alternativen. Damit ist es nur möglich ~1/5 der Aktivitäten von Nutzern zu tracken und entsprechende Werbemaßnahmen zu planen.
Diese 1/5 aller Internutzernutzer sind zudem nicht repräsentativ für die Gesamtheit, da man davon ausgehen kann, dass die technisch versierteren Nutzer eher Cookies abstellen.
Vielleicht ist es etwas provokant, aber wenn Cookies vom Nutzer nicht gewollt sind, diese zudem auch nur in ~20% der Fälle einen Mehrwert liefern, dann sind Cookies nicht effektiv, nicht effizient und für eine sorgfältige Werbeplanung kaum nutzbar.

Cookies und Tracker sind Technologien des Internets von gestern, bei dem die Desktop und stationären Computer die vorwiegenden Endgeräte waren.



Funktionsweise von Facebook`s Atlas
Wir wissen längst, „Das Stationäre ist ein Sonderfall des Mobilen“. Und wir wissen, dass der Nutzer von heute „Always on“ ist.
Genau dieses nutzt nun Facebook für ein besseres Targeting und Aussteuern von Werbung.

Facebook nutzt das permanente Einloggen in Facebook für das Tracking. Der Nutzer wird dadurch erkannt und das jeweilige Gerät dem Nutzer zugeordnet. So wird ein Smartphone immer von einer Person genutzt, ähnlich verhält es sich mit einem Laptop. Tablets, Smart-TV und stationäre Computer werden von mehreren Personen genutzt und können dann auch mehreren Nutzern zugeordnet werden.

Somit weiß Facebook genau die Aktivitäten der unterschiedlichen Devices der einzelnen Nutzer. Das Protokoll der besuchten Websites wird aber hierbei nicht mit Facebook ausgetauscht.
Eine Berücksichtigung des Contents der Postings und der Kommunikation auf Facebook bei der Profilerstellung wird nicht erwähnt. Eine Integration für eine bessere Zielgruppenplanung liegt auf der Hand und wird sich früher oder später in dem Ad Management wiederfinden.


Konzept Facebook-Atlas

Der Werbetreibende kann somit ganz genau seine Werbung auf den Endgeräten der jeweiligen Person buchen.


Verknüpfung zum stationären Handel
Jetzt kommt noch der Kanal des stationären Handels hinzu. Das „Always on“ bedeutet auch, dass der Nutzer beim Einkaufen im stationären Handel identifizierbar und damit ansprechbar ist.
Facebook hat bereits ein entsprechendes Angebot seit einiger Zeit im Portfolio: Facebook Offers
Durch Facebook Offers können Unternehmen online Angebote erstellen, die eine direkte Verbindung zum Offline- oder auch Online-Handel herstellen.


Facebook Offers von plus.de (Link)



Atlas – die Kombination von On- und Offline
Facebook hat aus Sicht des Autors eine Technologie, die die Spezifika von Facebook (Always on/in Facebook) nutzt und den Werbetreibenden zur Verfügung stellt. Der Werbetreibende kann so ganz spezifisch und im passenden Kontext Werbung schalten.

Beispiele:
Erst wenn der Nutzer mit seinem Smartphone auf einer Einkaufsmeile unterwegs ist, wird Werbung für lokale Geschäfte geschaltet oder wenn die Person via Tablet auf Facebook eingeloggt ist, kommen eher entsprechende Angebote im E-Commerce-Kanal.


Mit Facebook Offer bietet zudem Facebook neben normalen Werbeanzeigen ein direktes Instrument, um Besucher- und Käuferströme zu lenken.


Brücke zwischen on- und Offline vice versa


Fazit
Die Technologie der Cookies gehört der Vergangenheit an und nutzt nicht die Vorteile einer permanenten Vernetzung und Präsenz in den sozialen Medien.
Facebook`s Weg mit Atlas geht einen anderen Weg und nutzt genau diese allgegenwärtige Präsenz in den sozialen Medien.Mit diesem Technologieansatz ist ein individuelles Nutzertracking und entsprechende persönliche und individualisierte Nutzeransprache möglich.

Atlas ist der Weg zum crossmedialen 1-to-1 Marketing.

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