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Augmented Reality II – Ausblick

23. März 2011

In einem vorangegangenen Artikel haben wir die Anwendungen im Bereich Augmented Reality beleuchtet und sind auf Anwendungen für den lokalen Handel und im Bereich Computerspiele eingegangen.

Augmented Reality ist das Schaffen einer erweiterten Realität. Bisher werden meist nur digitale Informationen zu bestehenden Wirklichkeitsbildern hinzugefügt. Als ein Beispiel hierfür sei die App von Immowelt (Link) zu nennen. Hier wird neben der reinen Suche nach Immobilien auch die Sonneneinstrahlung berücksichtigt, sodass der Nutzer sieht, ob die Sonne auf den Balkon scheint oder nicht.

Ein anderer Ansatz von AR ist das Generieren einer Augmented-Audio-Realität. Das Mikrofon des Handys nimmt die Geräusche der Umgebung auf, erweitert diese im Sinne einer Augmented Reality und macht diese Geräusche, unterlegt mit Musik, via Lautsprecher für den Nutzer hörbar. Das österreichische Startup RjDj (http://rjdj.me/) hat sich hierauf spezialisiert. Als ein erstes Produkt für dieses neue Hörerlebnis ist die Inception App (http://inceptiontheapp.com/) zu nennen, die schon mehr als 3 Millionen Male vom App-Store heruntergeladen wurde (Quelle: u. a. Apps verzerren die akustische Umwelt Link).

Neben der Ansprache anderer Sinne sind die Funktionalitäten bei AR-Anwendungen sehr vielfältig und nützlich. Die App WordLens beispielsweise übersetzt Texte in Echtzeit, die in der Kamera des iPhones auftauchen. Dabei sind die Texterkennung und das Wörterbuch integriert, sodass die App keine Internetverbindung benötigt.

Videoeinbindung: Link


Abbildung: WordLens Link

Die Verbindung zwischen Social Media und Augmented Reality liegt auf der Hand. Gesichtserkennung funktioniert mittlerweile schon recht gut, sodass erste Anwendungen existieren, die das eigene persönliche Netzwerk in Social Media verknüpfen und z. B. Statusmeldungen darstellen.

So bietet Tagwhat (http://www.tagwhat.com/) die Möglichkeit, sämtliche Orte mit Kommentaren und Informationen zu versehen und diese ähnlich wie bei Bookmarking-Diensten zu teilen oder für sich selbst zu nutzen.


Abbildung: Viewdle Link

Sehr spannend ist der Ansatz von Viewdle (http://viewdle.com/), in dem Personen durch Gesichtserkennung erkannt werden und dann mögliche Profilinformationen aus Social Networks eingeblendet werden. (Link). Diese Gesichterkennungssoftware ist seit Februar 2011 als App-Baustein für jeden als SDK (Software Development Kit) Link verfügbar.

Viewdle konnte im Oktober 2010 10 Mio. Dollar im Rahmen einer weiteren Finanzierungsrunde (Link) akquirieren, sodass wohl weitere Entwicklungen und Marktbearbeitungen erst einmal finanziert sind.
 
Gary Hayes liefert einen guten Überblick (Link) über mögliche Anwendungen im Bereich Augmented Reality mit Beispielen und einer Klassifikation hinsichtlich der Größe des Marktes und des kommerziellen Nutzens.

Lassen Sie uns gemeinsam beobachten, welche Anwendungen in Kürze entstehen und wie das „Augmented“ noch weiter und nützlicher gestaltet werden kann.

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