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Mobile – wie das Salz in der Suppe

27. November 2014

Ohne Salz kommt man nicht aus. Ein bekanntes Märchen besagt, dass ein König seine Töchter fragte, wie sehr sie ihn liebten. Eine Tochter antwortete wie „das Salz in der Suppe“. Erst später merkte der König, dass dieser Satz die größte Liebeserklärung war. (Link)

Mobile gehört dazu
Mobile ist für jegliche Digitale Aktivität essentiell. Es gibt regelmäßig neue Studien über Mobile-Nutzung, so auch die Studie von Netbiscuits über die Erwartungen der Nutzer zu einer modernen Website bzw. Plattform.
People want a better web. A much better web.“ ist eine der Hauptaussagen der Studie.


Abnehmende Markentreue bei nicht optimaler Mobile-Präsenz (Link)


So wechseln mehr als ein Drittel von Website-Besuchern aufgrund einer schlechten Usability die Website und besuchen die Website eines Wettbewerbers.

Bezüglich von Mobile Nutzern fällt das Urteil noch deutlicher aus. So wechseln 91% der Kaufinteressenten von einer mobilen E-Commerce-Plattform die Plattform, wenn diese nicht für Mobile optimiert ist.

Folgt man diesen Ergebnissen, heißt es: 90% der Mobile-Nutzer kann man durch gute Mobile-Performance und –Usability überzeugen bzw. binden.

So sind sicherlich die 90% mit einem Fragezeichen zu versehen, aber so ist die Notwendigkeit nach optimierten Mobile Websites und damit einhergehend die Umstellung auf Responsive Design zu sehen.


Responsive Commerce & Advertising
Häufig wird mit Responsive Design die Umstellung einer traditionellen Online-Page auf eine für mobile ausgerichtete Website bezeichnet.

 

   

 
Best Practise Beispiel für Responsive Design


Gehen wir noch einen Schritt weiter. Wie muss eigentlich die Commerce-Anwendung im Mobilen aussehen? Wie sieht auch Mobile Werbung aus?


Stretching im Rahmen von Responsive Advertising


Stretching (Größenveränderung) oder Swapping (Veränderung der Werbeelemente) sind die gängigen Methoden bei der Umsetzung von Responsive Advertising. (Link)


Ehrlich gesagt ist dieses etwas kurz gedacht. Der Nutzer befindet sich in einer bestimmten Situation und nutzt in dieser ein bestimmtes Device. Dementsprechend muss auch die Werbung gestaltet sein. Eine Größenänderung oder eine andere Anordnung von Werbeelementen berücksichtigt wohl kaum den mobilen Kontext.

Entscheidend für jedes Offline- und Online-Angebot ist die Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen. Wenn diese erfasst werden und sich in den Inhalten und deren Aufbereitung widerspiegeln, dann steigt die Relevanz für den Nutzer und damit Verweildauer, Kaufbereitschaft und schlussendlich der Kauf.

Eine Responsive Site besteht aus verschiedenen Komponenten:

  • Design
  • Content
  • Commerce
  • Advertising
  • Prozesse und Interaktionen


Dieses bedeutet aus unserer Sicht für die responsiven Elemente wie Advertising und Commerce exemplarische folgende Maßnahmen bzw. Faktoren:

Advertising:

  • Werbung soll die Nutzungsspezifika aufgreifen, z.B. Einbindung örtlicher Informationen in die Werbung wie Wetter- oder Ortsinformationen
  • Betriebssystem und anderen Systemeigenschaften können bei der Art der Werbung genutzt werden, z.B. interessieren einen technikaffinen Nutzer mehr die technischen Daten eines Produkts innerhalb einer Werbung

Commerce:

  • Produkte müssen auf kleinen Displays kurz und prägnant beschrieben werden und auf größeren Displays können diese bildhafter dargestellt werden
  • Nutzung von Augmented Reality bei Mobile Devices, z.B. Produktdarstellung im vorgesehenen Raum wie ein Schrank im Wohnzimmer
  • Der Check-Out-Prozess sollte im Mobilen Bereich auf wenige Seiten, am besten auf eine Seite, verkürzt werden.



Checkout bei Responsive-eCommerce (Link)

Mobile ist das Salz in der Suppe, ist die wichtigste Rahmenbedingung für sämtliches Digitale Marketing und eCommerce.


Mobile Persona
Die Basis für die richtige Betrachtung und Integration von mobilen Szenarien ist das Anlegen von Mobile Persona.
Persona verkörpern den typischen Nutzer einer bestimmten Zielgruppe der Website. Mit einer Persona können sich die Projektbeteiligten bzw. Shopbetreiber leichter die Zielgruppe vorstellen und für diese Inhalte und Services umsetzen bzw. anbieten.


Beispiel Persona

Vor dem Hintergrund der Bedeutung und auch zunehmenden Bedeutung von Mobile ist die Beschreibung der mobilen Nutzung und mobilen Interessen der Zielgruppe in einer „Mobile Persona“ essentiell.


Beispiel einer Mobile Persona

Die Beschreibung von Zielgruppen wird zunehmend diese Aspekte beinhalten, da diese für das Verstehen der Kaufinteressierten und damit für den Aufbau und das Funktionieren von Digitalen Webangeboten notwendig ist.


Fazit: Migrationsweg zum Mobilen
Der Weg zum „Salz in der Suppe“ führt über eine konsequente Ausrichtung am mobilen Kontext.
Der erste Schritt ist das Anlegen von Mobile Persona für jede Digitale Website. Das Matching zwischen Persona und aktuellen Webangebot führt dann zur Mobile Strategie und zeigt den Migrationsweg auf.