Barrierefreie Webseiten

11. August 2015

Mit dem Begriff Barrierefreiheit wird weitgehend die behindertengerechte Gestaltung von Webseiten verbunden. Schnell hat man das Bild von sehbehinderten Menschen im Kopf, die mit einer Braillezeile die Inhalte einer Webseite lesen. Nun ist es seit einigen Jahren für Webseiten von öffentlichen Einrichtungen in Deutschland Pflicht Internetangebote barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Es gibt jedoch weitere relevante Gründe die eigenen Webangebote in entsprechender Weise zu gestalten.

Bei der Betrachtung von Barrierefreiheit ergeben sich die verschiedensten Aspekte, die schnell erkennen lassen, dass es um mehr geht, als „nur“ behinderten Menschen den Zugriff auf die eigenen Inhalte zu ermöglichen, ...

Mit dem Begriff Barrierefreiheit wird weitgehend die behindertengerechte Gestaltung von Webseiten verbunden. Schnell hat man das Bild von sehbehinderten Menschen im Kopf, die mit einer Braillezeile die Inhalte einer Webseite lesen. Nun ist es seit einigen Jahren für Webseiten von öffentlichen Einrichtungen in Deutschland Pflicht Internetangebote barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Es gibt jedoch weitere relevante Gründe die eigenen Webangebote in entsprechender Weise zu gestalten. 
Bei der Betrachtung von Barrierefreiheit ergeben sich die verschiedensten Aspekte, die schnell erkennen lassen, dass es um mehr geht, als „nur“ behinderten Menschen den Zugriff auf die eigenen Inhalte zu ermöglichen, wobei das für sich schon Grund genug ist, die eigenen Online-Angebote entsprechende zu gestalten. Der englische Begriff „accessibility“  (Zugänglichkeit) trifft es da schon wesentlich besser.

Zunächst möchte man es den Nutzern überhaupt ermöglichen, die Inhalte der eigenen Webseite konsumieren zu können. Die Daten müssen auf jeden Userinterface ausgegeben werden können. Nutzt man z.B. Flash um die Inhalte einer Webseite zu präsentieren, kann diese auf einem iPad nicht dargestellt werden. Dieses kleine Beispiel zeigt, dass Barrierefreiheit nicht nur etwas mit behinderten Menschen zu tun hat.

Richtige Programmierung von Webseiten 
Barrierefreie Gestaltung von Webseiten bedeutet zunächst die Trennung von Inhalten und Design. In der Regel erstellt man das Design der Webseiten heute mittels css-Stylesheets. Die eigentlichen Inhalte werden dabei mittels eines Content Management Systems (CMS) gepflegt.

Richtig programmiert spielt es dann keine Rolle mit welchem Gerät oder welchem Browser auf die Daten zugegriffen werden kann. Werden die css-Stylesheets richtig eingerichtet, wird die Webseite mit den entsprechenden Settings ausgeliefert und die Inhalte werden in der gewünschten Weise dargestellt.  Damit können die Inhalte von jedem Userinterface richtig dargestellt werden und man erhält zusätzlich diese Vorteile:

• Suchmaschinenfreundlichkeit
• Gute Darstellung bei mobilen Endgeräten
• Konsistentes Design
• Einheitliche Navigation
• Schnelle und einfache Designänderungen
• Browseroptimierte Ausgabe

Farben richtig wählen
Besonders wenn die Zielgruppe zum größten Teil aus Männern besteht, sollte man auf die richtige Farbwahl achten, denn 8% von ihnen sind Farbenblind. Es wäre doch schade, wenn einige Element der Webseite nicht erkannt werden, weil diese in den falschen Farben dargestellt werden. Testen kann man die eigenen Webseite z.B. auf der folgenden Webseite: http://colorfilter.wickline.org/

Inhalte
Barrierefreiheit macht nicht vor den visuellen Elementen halt. Einige Menschen haben auch Probleme komplizierte Texte zu verstehen. Für diese Menschen wurde die „Leichte Sprache“ entwickelt, die aus sehr einfachen und kurzen Sätzen besteht. Inhalte in der „Leichten Sprache“ anzubieten macht aber nur Sinn, wenn man Webseiten für spezielle Zielgruppen zur Verfügung stellen möchte.
Texten sollten jedoch auf jeden Fall lesefreundlich geschrieben werden und nicht zu komplex werden. Selbst wenn die Zielgruppe auch sehr komplizierte Inhalte versteht, ermüdet man doch sehr schnell beim Lesen. Kurze und verständlich geschriebene Sätze erleichtern das Lesen doch sehr und das mögen alle Nutzer. So geschriebene Sätze haben noch einen weiteren Vorteil: Nutzer mit schlechten Sprachkenntnissen haben es damit deutlich einfacher. Weiterhin werden diese von Übersetzungstools halbwegs richtig übersetzt. 

Barrierefreies Intranet
Das Intranet ist heutzutage in Unternehmen ab einer gewissen Größe „das Informations- und Arbeitsmedium“.  Es gehört zur täglichen Arbeit einfach hinzu und vielfach lassen sich bestimmte Prozesse ohne das Intranet nicht durchführen. Nun dürfen Mitarbeiter mit Behinderungen per Gesetzt nicht gegenüber ihren Kollegen benachteiligt werden. Daraus folgt, dass ein Intranet zumindest gewissen Forderungen der Barrierefreiheit entsprechen muss. Von Anfang an daran gedacht, ist der Aufwand nicht zu Groß und die optimierten Inhalte nützen auch den anderen Mitarbeitern. 

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite Web ohne Barrieren des "Aktionsbündnis für barrierefreie Informationstechnik" (AbI).


Fazit
Es ist auf jeden Fall empfehlenswert, Webseiten barrierefrei zu gestalten und das nicht nur um die oben genannten Vorteile nutzen zu können. Die Webseiten werden dadurch besser. Zum Einen erfolgt die Programmierung strukturierter und zum anderen werden die Inhalte besser, was nicht nur Suchmaschinen mögen. Die strukturierten Daten können auch an anderer Stelle einfacher genutzt werden. In Zeiten immer größerer Datenmengen ein unschätzbarer Vorteil.  

Weitere Informationen finden Sie auf den folgenden Webseiten:
C2Web – Informationen über Barrierefreie Websites und ergonomische Softwaregestalltung
BITV Test zur Barrierefreiheit  (Mit Links zu vorbildlichen Webangeboten)
Biene Award für barrierefreie Webseiten
Buchtipp: Barrierefreiheit verstehen und umsetzen

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