Auto 2.0 – von selbstfahrenden Autos bis zum Flottenmanagement

27. November 2015

Der Vorteil liegt auf der Hand. Durch die Vielzahl von Daten ganz unterschiedlicher Unternehmen können unternehmensübergreifend und flächendeckend Hinweise zur Verbesserung der geplanten Fahrstrecken und Fahrverhalten gegeben werden.

Die Rechnung ist einfach. Je größer der Pool an Daten ist, umso mehr und genauer können die Daten einen Nutzen für das einzelne Unternehmen liefern. TomTom ist hier dabei den sogenannten „The Winner takes it all“-Effekt für sich zu nutzen, d.h. als Marktführer mit den meisten Kunden und Daten kann er auch den größten Mehrwert aus den Daten für das einzelne Unternehmen geben.

So sorgt Big Data im Telematik-Bereich, dass jedes Unternehmen von der Gesamtheit aller Daten über Fahrstrecken und -verhalten profitieren können.

Handlungsempfehlungen

Wenn wir heute über mobile Anwendungen sprechen, denken wir zuerst an Smartphones und Apps.

In Zukunft sind mobile Anwendungen gefragt, die auch in selbststeuernden Autos eingesetzt werden können, damit beispielsweise das Auto selbst Informationen für das autonome Fahren erhält oder für die Passagiere nützlich sind.

So wird die Kommunikation von Auto zu Auto ermöglicht, um Gefahren im Vorhinein schneller zu erkennen bzw. rechtzeitig eine alternative Route zu wählen.

Für jedes Unternehmen ist das die Chance, seine Dienste in einem neuen Umfeld dem Nutzer anzubieten; von dem Versicherungsunternehmen, welches den Fahrstil belohnt, über Mobilitätsservices am Zielort bis zu der Empfehlung eines Restaurants in der Nähe.

Eine spannende Branche für neue Technologien ist ohne Frage die Automobil-Industrie. Von Telematik-Anwendungen, z.B. um Versicherungsprämien zu sparen, über Flottenmanagement-Anwendungen bis zum selbstfahrenden Auto ist alles dabei.


Selbststeuerndes Auto
An dem Konzept von selbststeuernden Autos wird seit einigen Jahren gearbeitet. Vorreiter ist hier Google. Mitte dieses Jahres war die erste Testphase vorbei und Google hat begonnen, seine selbstfahrenden Autos in Kalifornien fahren zu lassen. Insgesamt sollen in dieser Phase 150 Google-Autos im normalen Verkehr fahren. Die Geschwindigkeit ist dabei auf ~40km/h begrenzt und ein Fahrer ist mit dabei, der im Notfall eingreifen kann. (Link)


Google Self Driving Car

Aber nicht nur Google entwickelt ein autonomes Auto. Apple will bis 2019 ein selbstfahrendes Elektroauto auf den Markt bringen. Das Entwicklungsteam von 600 Mitarbeitern wurde kürzlich nach einem Bericht des "Wall Street Journal" verdreifacht. (Link)

Auch die deutschen Automobilhersteller arbeiten übrigens an selbstfahrenden Autos. Ein Konsortium aus BMW, Daimler und Audi haben vor wenigen Tagen den Kartendienst Here übernommen. Dieses ist von entscheidender Bedeutung, da exaktes Kartenmaterial die notwendige Basis für ein automatisiertes bzw. autonomes Fahren ist. (Link)
Daimler zeigte schon Anfang des Jahres einen ersten Prototyp für ein selbstfahrendes Auto.


Daimler F 015 in Las Vegas

Neben den Autos sind gerade Selbststeuerungssysteme besonders interessant für den Güterverkehr. Hier kann der LKW ohne vorgeschriebene Pausenzeiten zukünftig theoretisch durchgehend fahren. Daimler entwickelte hier den Futur Truck 2025, der der erste autonom fahrende Truck ist.


Futur Truck 2025

Übrigens fahren schon seit einigen Wochen die Muldenkipper in den Erzminien der Bergbaugesellschaft Rio Tinto in Australien ohne Fahrer. Die Steuerung erfolgt mittels Satellitensteuerung sowie Radar- und Lasertechnologie.


Selbstfahrende Trucks

Autonomes Fahren ist keine Zukunftsmusik, sondern findet bereits statt.

Neben der Begeisterung für die Technologie sei hier nur kurz erwähnt, dass gerade ein selbststeuerndes intelligentes Auto in die Situation kommen kann, Entscheidungen mit ethischen Prinzipien zu treffen. Ein typisches Beispiel ist ein unausweichlicher Unfall mit verschiedenen Alternativen von der Anzahl von verletzten Personen. (mehr dazu in einem FAZ-Artikel)


Flottenmanagement
Jedes Unternehmen, welches Güter transportiert bzw. mehrere Fahrzeuge nutzt, besitzt ein Flottenmanagement, welches die Optimierung des Fahrzeugparks sowie der Fahrleistungen bzw. –verhalten unterstützt.
Die Aufgaben eines solchen Flottenmanagements (Fleet Management) sind u.a. die Ortung der Fahrzeuge. Durch eine permanente Ortung kann dann die Planung der Strecken in Echtzeit optimiert werden.
Ein aus Sicht des Autors spannender Nutzen ist die Analyse des Fahrverhaltens. Durch die Analyse von Daten von vielen Fahrern bzw. Fahrstrecken können dann die kürzeste, schnellste oder effizienteste Fahrroute bzw. Fahrstil ermittelt werden.
Genau bei diesem Telematik-Service setzen moderne Flottenmanagementsysteme an.


Webfleet von TomTom

TomTom Telematics verkündigte dieses Jahr, mittlerweile der größte europäischer Anbieter im Bereich Flottenmanagement zu sein. TomTom war die letzten Jahre recht aktiv, indem Unternehmen wie der spanische Fleetmanagement-Anbieter Coordina oder auch Fleetlogic aus den Niederlanden übernommen wurden.
So nutzen mittlerweile über 36.000 Unternehmen mit über 500.000 Fahrzeugen die Software-as-a-Service Plattform Webfleet von TomTom. (Link)

Big Data & Telematik
Der Vorteil liegt auf der Hand. Durch die Vielzahl von Daten ganz unterschiedlicher Unternehmen können unternehmensübergreifend und flächendeckend Hinweise zur Verbesserung der geplanten Fahrstrecken und Fahrverhalten gegeben werden.
Die Rechnung ist einfach. Je größer der Pool an Daten ist, umso mehr und genauer können die Daten einen Nutzen für das einzelne Unternehmen liefern. TomTom ist hier dabei den sogenannten „The Winner takes it all“-Effekt für sich zu nutzen, d.h. als Marktführer mit den meisten Kunden und Daten kann er auch den größten Mehrwert aus den Daten für das einzelne Unternehmen geben.
 

So sorgt Big Data im Telematik-Bereich, dass jedes Unternehmen von der Gesamtheit aller Daten über Fahrstrecken und -verhalten profitieren können.


Handlungsempfehlungen
Wenn wir heute über mobile Anwendungen sprechen, denken wir zuerst an Smartphones und Apps.

In Zukunft sind mobile Anwendungen gefragt, die auch in selbststeuernden Autos eingesetzt werden können, damit beispielsweise das Auto selbst Informationen für das autonome Fahren erhält oder für die Passagiere nützlich sind.
So wird die Kommunikation von Auto zu Auto ermöglicht, um Gefahren im Vorhinein schneller zu erkennen bzw. rechtzeitig eine alternative Route zu wählen.
Für jedes Unternehmen ist das die Chance, seine Dienste in einem neuen Umfeld dem Nutzer anzubieten; von dem Versicherungsunternehmen, welches den Fahrstil belohnt, über Mobilitätsservices am Zielort bis zu der Empfehlung eines Restaurants in der Nähe.
 

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