2015 – unser Navigator für die nächsten Monate

14. Januar 2015

Die Welt bleibt dynamisch und spannend. Social Media ist das Kommunikations- und Vernetzungswerkzeug für Produkt- und Prozessinnovationen sowie neuen Geschäftsmodellen.

Gerade die Vernetzung am TV-Gerät über verschiedene Haushaltsgegenstände bis hin zum Auto wird neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Dienstleister sollten überlegen, an welcher Stelle das Internet der Dinge und Smart-TV einen Nutzen zu digitalen Services und Werbekampagnen bieten.

Das Jahr ist noch frisch. Wir wollen einen kleinen Ausblick wagen, um Orientierung zu geben, welche Richtungen sich entwickeln werden und wo man genauer hinschauen kann.
Die Verstetigung der bisherigen Trends der vergangenen Jahre wird 2015 dominieren. Aber schauen wir uns einmal exemplarisch ein paar Entwicklungen an, die man vielleicht nicht überall lesen kann.

E-Commerce, Otto & Big Data
Big Data ist ein Schlagwort 2014 gewesen und wird eine entscheidende Entwicklung in den nächsten Jahren sein.
Unstrukturierte bzw. schwach strukturierte Daten werden zunehmen und damit auch die Möglichkeiten, diese zu erfassen und zu Informationen zu aggregieren.

So müssen zukünftig Social Media Daten (z.B. Posts auf Facebook) in Echtzeit in ein ERP-System integriert werden. Für solche Aufgaben sind sogenannte NoSQL-Datenbanken geeignet, da hier die klaren Strukturmerkmale der Normalisierung nicht mehr zwingend vorgegeben sind. (Link) Es gibt hier verschiedene Ansätze, so gibt es u.a. dokumentenorientierte oder graph-orientierte Datenbanken. Je nach Ansatz werden die Dokumente oder die Knoten und Beziehungen (Graph) in der Datenbank als Struktur vorgegeben und dargestellt.

Das zurückliegende Weihnachtsgeschäft ist immer ein gutes Beispiel für den Anstieg von Daten im E-Commerce, wobei es sich hier um strukturierte Daten handelt. Der Versandhändler Otto hat vor wenigen Tagen die Transaktionen seines Online-Shops visualisiert. So kann man die Transaktion, die Höhe des Umsatzes und die Suchbegriffe quasi live verfolgen.
 


Visualisierung der Online-Umsätze bei Otto (Link)

Interessant sind neben den Ergebnissen wie Anzahl der Warenkörbe oder Suchbegriffe, dass Otto das auf verschiedenen OpenSource-Werkzeugen bestehende Framework kostenfrei jedem zur Verfügung stellt.
 


 
Asynchronous Ad-Hoc Real-Time Stream Processing Framework – ASAP von Otto


Smart-TV
Momentan besitzen ~25% der Haushalte ein Smart-TV. Diese Wachstumstendenz wird eher zunehmen. Von diesen Smart-TV-Nutzern nutzen wiederum nur 25% die Internet-Funktion.
In Deutschland gibt es ca. 40 Mio. Haushalte, das bedeutet, 2,5 Mio. Haushalte nutzen Smart-TV in Verbindung mit dem Internet und sind hier gewissermaßen Vorreiter. Man erwartet eine Durchbringung bei der Hälfte aller Haushalte bis 2016 mit Smart-TVs, auch wird dann die Internet-Nutzung eher zunehmen.


Verbreitung Smart-TV in Deutschland (Link)

Ein entscheidender Schritt ist nun die Verbindung von Smart-TV zum E-Commerce. SevenOne Media integriert nun in das Hbb-TV-Angebot eine Bezahlmöglichkeit via Paypal. Somit können nun direkt Produkte aus der Werbung oder auch aus jeglichen TV-Content heraus einfach gekauft werden.
 


Smart-TV & Paypal

Thomas Wagner, Vorsitzender der Geschäftsführung SevenOne Media, dazu: „Das Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet ist eine große Chance für uns TV-Häuser. Jetzt ermöglichen wir gemeinsam mit PayPal das Einkaufen ohne Medienbruch direkt aus dem TV-Spot über die Fernbedienung.

Der nächste Schritt könnte hier eine Flexibilisierung der Verbindung von TV und Internet und E-Commerce sein. Der Nutzer entscheidet frei während eines Films oder einer Werbung, zu welchem Produkt er nähere Informationen haben möchte und eventuell dann kaufen möchte.
Dieses wäre ein Schritt in Richtung flexibles nutzergesteuertes interaktives Fernsehen und Werbung.

Internet der Dinge
Über Internet der Dinge wird viel gesprochen und viele assoziieren schnell einen Kühlschrank, der selbständig Lebensmittel nachbestellt.
Interessant ist aus Sicht des Verfassers die Technologie des französischen Unternehmens SigFox. Dieses vernetzt Gegenstände miteinander und zwar auf einem Modem- bzw. Antennensystem, welches nur eine sehr geringe Bandbreite benötigt.
In der Regel tauschen Gegenstände zur Kommunikation untereinander nur strukturierte Daten aus. Hierfür wird nur eine geringe Leistung benötigt. So wird nur ein Chip verbaut, der 100 Bits pro Sekunde in einem Umkreis von 5 Kilometern in Städten überträgt. Die Kosten pro verbundenen Gegenstand beträgt $1 pro Jahr. (Link)
 


Internet der Dinge – SigFox

In Frankreich ist SigFox schon präsent, in Großbritannien hat das Telekommunikationsunternehmen Arqiva angekündigt, die Technologie auf UK auszudehnen: „We are building a UK network dedicated to the Internet of Things“. (Link)
Und auch nach San Francisco will SigFox expandieren.
2015 ist sicherlich ein Jahr, wo wir die Entwicklungen in dem Bereich beobachten sollten. Der Chip pro Gerät kostet nur $1-2 …

Connected Car
In dem Zusammenhang hatten wir auch schon über die Kommunikation zwischen Autos berichtet.
Inzwischen entwickelt u.a. das Tochterunternehmen Openmatics von ZF Friedrichshafen eine Telematik-Plattform, die als offene Plattform von Automobilherstellern und Zulieferern genutzt werden kann.


Openmatics

Ausblick
Die Welt bleibt dynamisch und spannend. Social Media ist das Kommunikations- und Vernetzungswerkzeug für Produkt- und Prozessinnovationen sowie neuen Geschäftsmodellen.

Gerade die Vernetzung am TV-Gerät über verschiedene Haushaltsgegenstände bis hin zum Auto wird neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen. Dienstleister sollten überlegen, an welcher Stelle das Internet der Dinge und Smart-TV einen Nutzen zu digitalen Services und Werbekampagnen bieten.  

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